Geschichte
8. April 1906 - Die Geburtsstunde der Freiwilligen Feuerwehr Wall
Am 8. April 1906 wurde auf Anregung des königlich-bayr. Bezirksamtes mit Sitz in Miesbach die FF-Wall gegründet. 50 Mann des Dorfes erklärten dem amtierenden Bürgermeister Öttl ihre Bereitschaft eine funktionierende Wehr aufzubauen. In den folgenden Jahren wurde ständig in Ausrüstung investiert und man war bald eine für die damalige Zeit "moderne" Feuerwehr.
Der 1. Weltkrieg riss Lücken in die Reihen der Wehrmänner.
Einige von ihnen fielen auf den Schalchtfeldern in Frankreich und Russland.
In den Jahren danach passierte nicht viel, es sind in denn Annalen keine
besonderen Vorkommnisse verzeichnet.
Im Jahr 1931 gab es ein Grund zum Feiern.
Die Wehr beging ihr 25-jähriges Gründungsfest. Man feierte im kleinen
Rahmen mit Gästen der Freiwilligen Feuerwehr Gotzing, der Werksfeuerwehr
Müller am Baum und des Kriegervereins Wall.
Im selben Jahr bekam die Feuerwehr Wall eine Motorspritze von der Gemeinde zur Verfügung gestellt. Die bis dato verwendete Handpumpe wurde weiterhin als Reservepumpe verwendet.
Mit Hitlers Machtübernahme änderte sich auch bei der Feuerwehr
Wall einiges. Die Rangordnung wurde militärisch, und Versammlungen wurden
mit einem dreifachen
"Hitlergruß" geschlossen.
Fortan durften die Feuerwehrler bei Fronleichnam oder anderen kirchlichen Festen keine Parade mehr abhalten. Während des Krieges wurden passive Mitglieder und Jugendliche zum Feuerwehrdienst einberufen da viele Wehrmänner Kriegsdienst auf den Schlachtfeldern Europas leisten mussten.
Der 2. Weltkrieg riss erneut große Lücken in die Reihen, da viele aktive Wehrmänner gefallen, oder in Kriegsgefangenschaft waren. Doch bereits 1946 fand wieder eine Hauptversammlung statt und 1949 vollzog man die Aufnahme einer neuen Satzung.
1952 zog die Feuerwehr vom alten Spritzenhaus an der Kirche in das neue Gemeindehaus.
1956 konnte man beim 50-jährigen Bestehen eine neue Fahne einweihen.
1958 bekam die Feuerwehr Wall ihr erstes Fahrzeug, ein gebrauchter VW-Transporter, was für die damalige Zeit recht modern war.
1960 wurde eine TS 8/8, eine Motorspritze von Magirus gekauft.
Es wurde weiter modernisiert. 1968 wurde ein LF 8 auf Opel Blitz mit Ziegleraufbau und Vorbaupumpe gekauft.
Die Jahre verliefen. Es passierte nichts Großartiges. Die Feuerwehr
musste meist zu 20-30 Einsätzen ausrücken, wie beispielsweise das
Beseitigen von umgefallenen Bäumen oder Ölspuren.
Es waren aber auch Großbrände dabei wie etwa beim Anwesen "Aminger" in
Bernloh.
1995 traf man bei der Feuerwehr Wall erste Vorbereitungen zur Besprechung eines neuen Feuerwehrhauses.
1996 kaufte man ein gebrauchtes LF 16 auf Magirus Deutz Fahrgestell und
brachte es im Laufe eines Jahres auf den neuesten Stand.
Da das bestehende Gerätehaus zu klein war und aus allen Nähten platzte
war es in einer Notunterkunft beim "Tonibauer" in Wall untergebracht.
1997 war das neue Gerätehaus am Sportplatz fertig in dem nun das LF
16 und das LF 8 eine dauerhafte Bleibe gefunden hat.
Bei der Einweihung des Gerätehauses wurde auch das "neue" Feuerwehrauto
geweiht. Kurz nach der Weihe konnte man es auch gleich ausprobieren, da es beim
Wirt in Wall zu einem Küchenschwelbrand kam.
1998 sollte eine neue Ära bei der Waller Wehr anbrechen. Der Atemschutz wurde eingeführt und von nun an war man auf alle möglichen Brandszenarien bestens vorbereitet.
2001 kaufte man ein gebrauchtes LF 8 auf Daimler Benz Fahrgestell mit Bachert Aufbau welches als Ersatz für den Opel Blitz in den Dienst gestellt wurde.
Am 22.04.2004 herrschte in Wall der Ausnahmezustand. Der Grund, die Feuerwehr Wall veranstaltete erstmals seit 46 Jahren wieder eine Bettelhochzeit, welche in der Bevölkerung großen Anklang fand.
Ebenfalls wurden 2004 erste Vorbereitungen für das
100-jährige Gründungsfest getroffen, welches im Jahr 2006
stattfinden sollte.
Erste Abmachungen wurden getroffen, Pläne geboren und doch wieder verworfen
und erste Arbeiten verteilt.
Das Jahr 2006 stand ganz im Zeichen des Gründungsfestes. 2 Jahre Planung ließen die 5 Tage im August (11.08.-15.08.2006) zu einem unvergesslichen Erlebnis werden, welches noch lange in den Köpfen der Waller und deren zahlreichen Besuchern bleiben wird.
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